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Rüdiger Schäfer

ATLAN Rudyn 2 2
ATLAN Rudyn 2: Das Sphärenrad

  • Autor:Rüdiger Schäfer
  • Titel: ATLAN Rudyn 2: Das Sphärenrad
  • Serie:ATLAN Rudyn 2 2
  • Genre:SF
  • Einband:Taschenbuch
  • Verlag:fan pro
  • Datum:08 April 2015
  • Preis:10 EUR

 
»ATLAN Rudyn 2: Das Sphärenrad« (ATLAN Rudyn 2 2) von Rüdiger Schäfer


Besprochen von:
 
Flavius
Deine Wertung:
(4.5)

 
 
Nachdem mir der erste Band der Rudyn Reihe überraschenderweise mal so richtig gut gefallen hat, hatte ich beim vorliegenden zweiten Band doch so meine Zweifel ob Rüdiger Schäfer ein ähnlich gutes Buch würde abliefern können.Von Rüdiger Schäfer hatte ich bis dato noch nichts gelesen, weder aus dem Perry Rhodan Kosmos nach überhaupt. Ich weiß gar nicht, ob Herr Schäfer außerhalb Perry Rhodan überhaupt etwas veröffentlicht hat. Auf jeden Fall, bin ich schon wieder mal sehr angenehm überrascht worden. Für mich hat der Autor das Niveau des ersten Bandes absolut halten können.

Sehr interessant werden die Gedanken Atlans, bezüglich der Unsterblichkeit, vom Autoren niedergeschrieben. Als Jugendlicher war ich immer von den Zellaktivatoren fasziniert. Hätte man mit vor Jahrzehnten solch ein Teil angeboten, hätte ich vermutlich sofort zugeschlagen. Mittlerweile bin ich mir da aber nicht mehr so sicher. Wenn ich mir vorstelle, dass ich ewig jung bleibe, während meine Frau und meine Kinder, altern, zu Greisen werden und sterben, ist solch ein Aktivator sicherlich ein zweischneidiges Schwert. Ich denke mal, so etwas kann man eventuell einmal oder zweimal ertragen, aber irgendwann will man dann auch nicht mehr. Es wäre einfach herzzerreißend. Der Aktivator entpuppt sich somit als Segen und Fluch zugleich. Nun ja, in die Verlegenheit, ob ich solch ein Gerät annehmen soll oder nicht, werde ich wohl nie kommen. Von daher Schwamm drüber.

Auch in diesem Buch erfährt man wieder so einiges über Trilith Okt, was sie so erlebt hat nachdem sie an Bord der Gahentepe gekommen ist. Über ihre Ausbildung, ihre zahlreichen Prüfungen und und und. Auch hier wird mir das ganze doch wieder etwas zu viel des Guten. Mittlerweile bin ich hochgespannt, wer sie eigentlich wirklich ist und warum sie diese ganzen Prüfungen durchstehen muss. Auf jeden Fall sollte es, nachdem die Erwartungen so hochgeschraubt wurden, etwas bombastisches sein. Sie sollte mindestens die neue Erbin des Universums oder eine neue heranwachsende Kosmokratin oder eine fleischgewordene Materiequelle sein. Etwas geringeres wäre nur noch eine Enttäuschung – und ich befürchte mal, genau diese werde ich erleben. Aber ich bleibe gespannt und hoffe das Beste.

Die Handlungsebene ZGU hat mir ebenfalls recht gut gefallen. Interessant, was andere Staatsmänner und -frauen über das Solare Imperium so denken. Überhaupt hat mir der politische Aspekt in der PR Serie immer so ein bisschen gefehlt. Warum wählt man einen Perry Rhodan auch nach Jahrhunderten immer noch zum Oberhaupt? Weil er es schon immer war oder weil die Konkurrenten nichts getaugt haben? Hat die Bevölkerung des Solaren Imperiums in früheren Zeiten nicht einmal nach einer Abwechslung in der Führungsetage gestrebt?

Auch Atlans Antagonist Ponter Nastase wurde gut in Szene gesetzt. Ja, er ist der Bösewicht, aber irgendwie auch aus nachvollziehbaren Gründen. Sein Ziel ist das gleich wie Perry Rhodan es zur Zeit der Dritten Macht hatte, nur, Nastases Weg dorthin ist ungleich menschenverachtender. Wunderbar auch das Wiedersehen mit Balton Wyt, einer meiner Lieblingscharaktere aus der PR Reihe. Hier noch als linkischer, aber durchaus intelligenter junger Mann, der seinen Platz in der Welt erst noch finden muss.

Auch die Geschehnisse an Bord der der ZUIM, Nastases Flaggschiff waren spannend. Man konnte live miterleben, wie der Kalfkaktor die Macht ergriffen hat wobei er nicht gerade zimperlich vorgegangen ist - dafür aber wohlüberlegt. Die politischen Gegner, die einstigen Mitregenten, werden ausgeschaltet und der Bevölkerung gleich eine Schuldige präsentiert. Nicht er, Ponter Nastase, hat den Umsturz betrieben, sondern er musste aktiv werden, um den Umsturz auf Rudyn, begangen von der Kalfaktorin Neife Varidis, zu vereiteln. Er war quasi nur der Retter in der Not, der zum Wohl der Union eingegriffen hat. Allerdings stößt er mit dieser Art der Geschichtsverfälschung auch hier und dort auf taube Ohren, dann Neife Varidis ist ein Oper, dass sich sehr gut zu wehren weiß. Als Chefin des Geheimdienstes ist das natürlich nicht verwunderlich. Nastase hat hier ohne Frage der Falschen ans Bein gepinkelt.

Fazit
Ein wirklich gelungener zweiter Band der Rudyn Reihe. Atlan kam für mich ziemlich gut und authentisch rüber, das habe ich so schon lange nicht mehr gelesen. Durchhänger gab es für mich nicht, dass Buch blieb beständig spannend und unterhaltsam.
 


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